Der Wendlandschmetterling

 

Plattenfilter- Anströmfilter
Für 35m³ Wasser braucht man schon einen ziemlich großen Filter. Im Fachmarkt bekommt man
so etwas für viel Geld und der Stromverbrauch ist üppig.

Der Wirkungsgrad, der exorbitant teuren Filter, lassen viele Wünsche offen.
Ich habe mich daher entschlossen einen Filter selbst zu bauen, es sollte ein Plattenfilter werden.
Diese Art Filter lässt sich leicht reinigen, hat eine sehr große Filteroberfläche

(1,75m² Schaumstoffmatten in 3 cm bzw. 5cm)
und es lassen sich beliebig große Bio-Filter einrichten.
 

Die Konstruktion ist denkbar einfach, der Kastenkörper wird aus Wagonplatten hergestellt.
Diese Platten sind auf lange Zeit wasserfest und haben sich bei PKW-Anhängern bestens bewährt.
Der Kasten wird mit Flachdübel versehen und auf die unterseitige Platte aufgeschraubt und verleimt.
Zum Verschrauben sollte man schon V2A-Schrauben verwenden, Spenglerschrauben halten die Platten
mit der großen Unterlegscheibe sehr gut.

   

Die Oberkante wird von einem umlaufenden Rand verstärkt. Hier habe ich ein Brett 30mm x 100mm
ausgewählt und an den Kanten einen großen (25mm) Radius angefräst.
Der umlaufende Rand stabilisiert den Kasten und nimmt einen Teil des Wasserdruck auf.
 Wasserinhalt ca.525 Liter.  Die eigentliche Festigkeit oder Steifigkeit bekommt der Filter durch
das Auskleiden mit GFK.

 Für die Aufnahme der Filtermatten habe ich Kabelkanäle aus dem Baumarkt verwendet

Für die erste Lage habe ich Glasfasermatte 300 g/qm ausgewählt, für die zweite Lage
Textilglas- Rovinggewebe 580 g/qm und das Ganze mit Polyesterharz Vipal UP 4782 verarbeitet.

   

 Für die GFK-Arbeiten sollte ein zweiter Mann-Frau Hilfestellung leisten.
Zwei Lagen, nass in nass ohne Bläschen laminieren erfordert schon ein wenig Geschick und
Kondition. Die Aufnahmen (Kabelkanäle) der Filtermatten sollten angeschliffen werden und
und mit extra Gewebestreifen, links und rechts, nass in nass laminiert werden.

   

Die gelochten Kunststoffplatten (Allzweckplatten Obi) stützen die Filtermatten

Und als Deckschicht wurde Polyester- Topocoat  Vipal UP 960 aufgetragen.
Diese Schicht macht das Ganze erst richtig wasserdicht und sollte möglichst auch nass in nass
verarbeitet werden.

Einige Tage nach dem Aushärten!!!
Als Wasserzulauf wurden an einer Schmalseite zwei 60mm Löcher für Schlauchanschlüsse gebohrt.
Auf der gegenüberliegenden Seite wurde ein Bodenabfluss mit Standrohr, zum Wasserstand regeln,
in den Boden eingebaut.

   

   

 

Dieses Standrohr nimmt eine Schlüsselrolle bei der Wasseraufbereitung ein.
Das Rohr ist umlaufend, fast auf der ganzen Höhe, mit 6mm Löchern versehen.

Durch diese Löcher sprudelt das Wasser in der Mitte zusammen und reißt Luft, Sauerstoff, mit sich.
Es entsteht ein Kaskadeneffekt wie er auch in einem Klärturm in der professionellen Wasseraufbereitung
genutzt wird.

Diese Art der Aufbereitung ermöglicht es, dass selbst bei hochsommerlichen Temperaturen
genügend Sauerstoff für unsere Lieblinge vorhanden ist.

In der kalten Jahreszeit, unter 10 Grad Celsius, nehme ich Pumpe und UV-Lampe außer Betrieb.  

Ist die Frostgefahr vorbei, wird die Lavalitfüllung gespült, und eine neue Saison kann beginnen. In dieser Ausführung läuft die Anlage seit 2008.                                  

Noch Fragen? dann

noack-goehr@t-online.de
 

 

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